Feuerwehren trauern mit ihren Kameraden in Marne

Montag, 07. Dezember 2015

Der tödliche Unfall eines jungen Feuerwehrmannes am Sonntag in Marne hat Trauer und Entsetzen bei den Feuerwehren des Landes Schleswig-Holstein ausgelöst. Landesbrandmeister Detlef Radtke, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, und Dithmarschens Kreiswehrführer Hans-Hermann Peters zeigten  sich in einer ersten Reaktion zutiefst betroffen. „Unser tiefes  Mitgefühl gilt in erster Linie den Angehörigen des Kameraden, aber auch den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Marne“, sagten beide.
 
Der junge Mann war am Sonntagmorgen beim Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Marner Innenstadt als Atemschutzgeräteträger tätig und im Gebäude aus bislang ungeklärter Ursache zu Tode gekommen. Ein zweiter Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Marne wurde umgehend aus dem Einsatz ausgelöst und seelsorgerisch betreut. Die Löscharbeiten wurden von benachbarten Feuerwehren weitergeführt.
 
„Neben der Aufklärung der Ursache für diesen tragischen Unfall steht aus Sicht der Feuerwehr im Moment die Betreuung der Feuerwehrangehörigen im Mittelpunkt, die ihren Kameraden im Einsatz verloren haben. Denn das ist das Schlimmste, was Feuerwehrleuten passieren kann“, machen Radtke und Peters klar. Beide bitten speziell die Medien, die Marner Feuerwehrangehörigen von Presseanfragen zu verschonen.
 
„Bei aller hochentwickelter Technik und intensiver Schulung darf nie vergessen werden, dass Feuerwehrdienst immer auch etwas mit Gefahr zu tun hat“, sagt Landesbrandmeister Detlef Radtke. Umso mehr gelte allen Feuerwehrangehörigen höchster Respekt für ihre Tätigkeit zum Wohle der Allgemeinheit.
 
Der letzte tödliche Unfall im Einsatzgeschehen in Schleswig-Holstein liegt neun Jahre zurück. Im Dezember 2006 kam ein Rettungstaucher der FF Itzehoe bei einem Einsatz ums Leben.