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Aktuelle Mitteilungen

30.10.2006

Neue Bundesjugendleitung gewählt

Die Deutsche Jugendfeuerwehr (DJF) ist wieder handlungsfähig. Im Rahmen einer außerordentlichen Delegiertenvollversammlung am 28.10. in Großenlüder bei Fulda wurde Hans-Peter Schäfer (52) aus Sigmaringen (BWÜ) zum neuen Bundesjugendleiter gewählt. Zum stellvertretenden Bundesjugendleiter wählten die 329 Delegierten Andreas Huhn (49) aus Dresden. Schäfer erhielt 245 Stimmen, Huhn kam auf 249 Ja-Stimmen. „Das ist ein eindeutiges Wahlergebnis, auf das beide Kandidaten stolz sein können und das wieder eine Stabilität in der Arbeit der Deutschen Jugendfeuerwehr erhoffen lässt“, sagte DFV-Präsident Hans-Peter Kröger sichtlich erleichtert. Die beiden weiteren Stellvertreterposten blieben jedoch vorerst unbesetzt. Sie sollen 2007 besetzt werden, sofern sich geeignete Kandidaten finden.

Zu den ersten Gratulanten gehörte Schleswig-Holsteins Landes-Jugendfeuerwehrwart Hauke Ohland (links). Mit ihm waren 13 Delegierte der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren im LFV nach Großenlüder gereist.

Um die Arbeit der DJF hatte es seit knapp zwei Jahren erhebliche Turbulenzen gegeben, die die Arbeit des Jugendverbandes stark einschränkten. Aufhänger waren nicht genehmigte Haushaltsüberschreitungen im sechsstelligen Bereich nach den Feierlichkeiten zum 40jährigen Bestehen in Berlin im Sommer 2004. Im Fokus der Kritik stand der damalige Bundesjugendleiter Willi Gillmann, der 2005 nicht zur Wiederwahl antrat. Seitdem war der Posten vakant. Nach wie vor läuft ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren wegen Untreue. Die Aufgaben der Bundesjugendleitung wurden seit 1. Januar 2006 bereits durch Schäfer und Huhn kommissarisch wahrgenommen.

Dass die Ergebnisse der Wahlen derart eindeutig und die Versammlung relativ harmonisch abliefen, war anfangs so nicht unbedingt zu erwarten. Denn einige Bundesländer hatten im Vorwege signalisiert, einer Wahl und notwendigen Haushaltsbeschlüssen nicht zustimmen zu wollen. Aber am Abend vor der Versammlung gab es dem Vernehmen nach hinter verschlossenen Türen deutliche Worte im Deutschen Jugendfeuerwehrausschuss. So deutlich, dass letztlich nur in der Hauptsache die bayerischen Delegierten dem neu konzipierten Haushaltsentwurf die Zustimmung versagten. Woher die jeweils rund 80 Gegenstimmen für Schäfer und Huhn kamen, ist aufgrund der geheimen Wahlen nur Spekulation.

In ihrem Tätigkeitsbericht listeten die beiden einige Aktivitäten auf, wie zum Beispiel den Ausbau der internationalen Kontakte nach Polen und Finnland. Als besonderer Kraftakt wurde der Umzug des Sekretariates von Bonn nach Berlin und die Einarbeitung eines komplett neuen hauptamtlichen Mitarbeiterstabes genannt. Die Leitung des Sekretariates obliegt nun der Referentin für Jugendarbeit, Manuela Mayer. Ihr zur Seite stehen Daniel Brose, Marianne Trede und Katja Eichhorn. Im Redaktionsbüro der Mitgliederzeitschrift „Lauffeuer“ in Bonn arbeitet nach wie vor Angelika Haupenthal als einziges „Überbleibsel“ der Bonner Zeit. Als Arbeitsfelder der Zukunft nannte Schäfer die Neuordnung der „Lauffeuer“-Verwaltung, die unbedingte Wahrnehmung als Dienstleister für die Mitglieder und den weiteren engen Kontakt zum DFV. „Denn schließlich sind wir Partner“, so Schäfer. DFV-Präsident Kröger: „Mit den DFV-Gremien und der neuen Bundesjugendleitung muss nun erörtert werden, wie wir die Eigenvertretung der Deutschen Jugendfeuerwehr weiter stärken können. Aber aus meiner Sicht muss dieses einhergehen mit der Übernahme von mehr Verantwortung. Die DJF ist nun inhaltlich wieder auf dem Weg nach vorne. Die kommissarische Bundesjugendleitung hat inhaltlich überzeugt und erreicht, dass die DJF wieder als Partner wahrgenommen wird.“ Als wichtigsten bisherigen Erfolg von Schäfer und Huhn nannte Kröger das Zurückgewinnen von Vertrauen durch Transparenz, Gesprächsbereitschaft und sachorientierte Zusammenarbeit.
Text / Foto: bau


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