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Aktuelle Mitteilungen

21.04.2007

Feuerwehren: Mit neuen Strategien in die Zukunft

Landes-Feuerwehrversammlung am 21. April 2007, in Neumünster

Neumünster - „Schaut auf euch und seid stolz auf das, was ihr für die Allgemeinheit geleistet habt“! Diese Worte gab der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein (LFVSH), Landesbrandmeister Detlef Radtke, den Delegierten der Landesfeuerwehrversammlung mit auf dem Heimweg.
Bestätigt wurde die Aussage auch in der Ansprache von Innenminister Dr. Ralf Stegner, der die Feuerwehr als wichtigsten Pfeiler im System der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr bezeichnete. „Mit ihrer Leistungsbereitschaft, mit ihrem Können, mit Ihrem Einsatzwillen beweist sie tagtäglich, dass auf ein flächendeckendes und leistungsfähiges Feuerwehrwesen nicht verzichtet werden kann“, sagte der Minister.

Viele Kommunen im Land haben ein Problem: Ihren Feuerwehren fehlen mehr und mehr Mitglieder. In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl der Einsatzkräfte von 56000 auf 48758 (48784 - In Klammern die Zahlen des Vorjahres). Dazu kommen 688 Beamte der vier Berufsfeuerwehren (702), 1103 (1072) Mitglieder der Werks- und Betriebsfeuerwehren.

Erstmals seit 20 Jahren sei auch bei den Jugendfeuerwehren ein leichter Mitgliederrückgang um 121 zu beobachten. „Von 9407 (9528) Mädchen und Jungen sind Mitglied in einer der 403 (397) Jugendfeuerwehren“, berichtete Landesjugendfeuerwehrwart Hauke Ohland. In seinem Bericht wies er anhand einiger Beispiele und kritischer Fragen auf die ungleiche Landes-Förderung der Jugendarbeit im LFVSH gegenüber anderen Jugendverbänden hin.

Gegen den Mitgliederschwund steuert der Verband mit einer Image- und Werbekampagne, die vom Innenministerium Schleswig-Holstein gefördert wird. Im Fokus stehen dabei nicht nur junge Männer, sondern verstärkt auch Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen so genannte „Mitmachtage“, bei denen die Bürger selbst einmal das Gefühl erleben können, Feuerwehrmann oder –frau zu sein. Ein Mitmachtag wird am 28.4. in der Kieler Holstenstrasse stattfinden. Weitere sind in den Kreisen Segeberg, Plön und Pinneberg und im September auf der Norla geplant.

Mit weniger Einsatzkräften mussten im abgelaufenen Jahr mehr Einsätze abgearbeitet werden. Genau 139326 (126510) Einsatzanforderungen gab es für die Feuerwehren. 7557 (7175) Brände mussten gelöscht werden. 24993 (21017) Einsätze gab es im Bereich der technischen Hilfeleistungen und sonstigen Einsätze, wie Verkehrsunfälle, Tierrettung, Wasserrettung oder Öleinsätze. 1573 (1092) Menschen konnten von den Einsatzkräften lebend gerettet werden. Dass der Feuerwehrdienst auch mit Gefahren für die Einsatzkräfte verbunden ist belegen zwei Todesfälle unter den Einsatzkräften.

Großes Lob für die vorzeigbaren Ergebnisse des Verbandes und seiner Mitglieder gab es auch vom Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hans-Peter Kröger. Zum bundesweiten Problem der rückläufigen Mitgliederzahlen in den Feuerwehren führte er aus: „Wir müssen und werden mit den uns seit langer Zeit bekannten und gegebenen Verhältnissen der demografischen Entwicklung fertig werden“.

Für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen verlieh der LFVSH an Oberamtsrat Thomas Ratjen aus Neumünster, das schleswig-holsteinische Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber. Die gleiche Auszeichnung in Gold ging an Hauptbrandmeister Manfred Timm aus Bargfeld-Stegen, Kreis Stormarn und Landesbereichsführer Hermann Jonas, aus Hamburg
Ehrenmitglied im LFVSH wurde Brandoberamtsrat Karl-Heinz Mücke aus Kronshagen, Kreis Rendsburg-Eckernförde.

LFV-PR Nr. 39


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