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Aktuelle Mitteilungen

07.07.2007

Doppelsieg für das Herzogtum: Jugendfeuerwehren aus Dassendorf und Schwarzenbek sind Landesspitze

LÜTJENBURG. Die Jugendfeuerwehr Dassendorf, Kreis Herzogtum Lauenburg, ist abonniert auf Sieg. Zum wiederholten Mal gewann das Team um Jugendwart Mathias Rau die Landesmeisterschaft im Bundeswettbewerb und ist damit die schnellste Jugendfeuerwehr im Land. Dicht auf den Fersen ist das Team aus Schwarzenbek, das am Samstag bei der Landesmeisterschaft in Lütjenburg den zweiten Platz belegte. Beide Teams haben sich damit die Fahrkarte für den Bundesentscheid im nächsten Jahr in Böblingen verdient.

16 Jugendfeuerwehren hatten sich für die Teilnahme am Landesentscheid qualifiziert. Auf dem Sportplatz in Lütjenburg trafen sich rund 300 Teilnehmer, Zuschauer und Schlachtenbummler und fanden ideale Wettbewerbsbedingungen vor. Sogar das Wetter spielte für die Dauer des Wettbewerbs mit. Lediglich die Siegerehrung fiel gleich im doppelten Sinne ins Wasser: Zunächst schüttete es wie aus Eimern und durchnässte Jugendliche und Schlachtenbummler bis auf die Haut und verhinderte am Ende sogar ein Siegerfoto mit dem Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes, Hans-Peter Kröger, der die Siegerehrung vornahm. Zum anderen versagte die neueste Version des bundesweit eingesetzten elektronischen Auswerteprogramms und spuckte zunächst eine falsche Wertung aus. Als das bemerkt wurde, war die Siegerehrung jedoch schon fast vorbei. Nun bekommen alle Gruppen neue Siegerurkunden nachgereicht. An den Platzierungen der beiden Gruppen aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg änderte die erneute Auswertung nichts.

Jede Wettbewerbsgruppe besteht aus neun Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 18 Jahren. Der nach bundesweit einheitlichen Richtlinien ausgetragene Leistungsvergleich gliedert sich in einen lehrbuchmäßig vorgetragenen "trockenen" Löschangriff (A-Teil) und einen 400-Meter-Staffellauf (B-Teil). Die Wettbewerbsanforderungen sind ein Spiegelbild der bisherigen Ausbildung der jungen Leute für ihren späteren Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr. Denn hierbei
kommt es gleichermaßen auf technisches Wissen, aber auch auf sportliche Fitness an. In beiden Wettbewerbsteilen sind zusätzliche feuerwehrtechnische Aufgaben integriert. Beispielsweise müssen im A-Teil eine Kletterwand und ein Kriechtunnel mit Feuerwehrschlauch überwunden werden. Im B-Teil müssen die Läufer das Staffelholz sicher ins Ziel tragen und zwischendurch mehrere Einlagen nach Schnelligkeit absolvieren.

Für die korrekte Zeitaufnahme und die Richtigkeit der gezeigten Leistungen waren ausgebildete Wertungsrichter aus den Reihen der Feuerwehren verantwortlich. Äußerst zufrieden mit den gezeigten Leistungen der Jugendlichen und den idealen Bedingungen der Lütjenburger Sportanlage zeigte sich der stellvertretende Landes-Jugendfeuerwehrwart Wilfried Vater (Halstenbek).

Lobende Worte für die Jugendarbeit in den Feuerwehren gab es gleich zuhauf von Gästen – allen voran von Innen-Staatssekretär Ulrich Lorenz. "Ihr seid Klasse. Und ich freue mich um jeden Jugendlichen, der der Jugendfeuerwehr beitritt“, sagte er. Den Kindern würden Werte wie Teamgeist, Kameradschaft, soziales Engagement und gesellschaftliche Teilhabe vermittelt.

In den schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren im Landesfeuerwehrverband sind 405 Jugendfeuerwehren mit knapp 10.000 Mitgliedern (davon ca. 2500 weiblich) engagiert.

Die Plazierungen mit Punktzahlen im Landesentscheid:
1. Dassendorf (1420), 2. Schwarzenbek (1419), 3. Bad Malente-Gremsmühlen (1399), 4. Basedow (1394), 5. Wankendorf (1393), 6. Barmissen (1386), 7. Kaltenkirchen (1381), 8. Bothkamp (1378), 9. Amt Steinbergkirche (1371), 10. Bad Bramstedt-Land (1370,9), 11. Röbel (1364), 12. Bezirk Böklund (1351) 13. Neustadt / H. (1395,9), 14. Wanderup (1331), 15. Barsbüttel (1330), 16. Fahrenkrug (1308).

Text / Fotos: Holger Bauer

Bilder:
1:
Action im A-Teil: Start zum Löschangriff.

2:
Die Siegerehrung fiel buchstäblich ins Wasser – für ein Gruppenfoto hatte keiner mehr Lust.

3:
Am Knotengestell waren flinke Finger gefragt – hier die JF Bothkamp im Wettbewerb.

4: Thorsten Rönnau von der Firma Rönnau Feuerschutz Selent und Frank Schnathmeier von „Feuerwehrwelt.de“ (links) spendierten der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr zwei Sätze Brusttücher mit den neuen taktischen Zeichen nach FwDV3. Landeswettbewerbswart Rudolf Borrmann freut sich.




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