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Aktuelle Mitteilungen

02.12.2007

Spitzen der Feuerwehren tagten auf Föhr

WYK / FÖHR. Sie hatten ein strammes Programm zu bearbeiten und konnten den Schönheiten der Insel Föhr nicht die volle Aufmerksamkeit schenken: Die Spitzen der bundesdeutschen Feuerwehren tagten am Wochenende (29.11. – 2.12.) auf der Nordseeinsel und stellten die Weichen für die Zukunft des Feuerwehrwesens in Deutschland. Aus Anlass des 125jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Oevenum – der „ältesten Jugendfeuerwehr der Welt“ – kamen auf Einladung des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein das Präsidium des Deutschen Feuerwehrverbandes und die Spitzen der Deutschen Jugendfeuerwehr zu ihren Jahresabschlußtagungen nach Wyk.

Auf den Tagesordnungen der getrennt tagenden Gremien standen neben Regularien etliche Grundsatzthemen. So ging es u.a. um die demografische Entwicklung, die auch die rund 21.000 Freiwilligen Feuerwehren, 101 Berufsfeuerwehren und 17.600 Jugendfeuerwehren mit ihren derzeit noch rund einer Million Mitgliedern schon spüren. Ideen, Konzepte und politische Strategien bestimmten daher auch auf Föhr die Diskussionen. „Schließlich geht es darum, die größte und älteste bürgerschaftliche Organisation auch auf Dauer lebensfähig zu halten und der Bevölkerung in Deutschland einen Rund-um-Schutz zu gewährleisten“, so der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) Hans-Peter Kröger. Dass der Dachverband aller Feuerwehren seine Ziele nur im Schulterschluss mit der großen Politik erreichen kann, wurde auch deutlich, bei den Beschlüssen zur Einrichtung eines Büros in Brüssel, um auch bei EU-Angelegenheiten die Interessen der ehrenamtlichen Brandschützer noch besser vertreten zu können.

Im Jugendfeuerwehrbereich steht derzeit u.a. die Kampagne "Unsere Welt ist bunt" im Mittelpunkt. In Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium geht es hierbei um die Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in den Feuerwehren.

Die Jugendfeuerwehr Oevenum war am Samstagnachmittag Gastgeber für die hochrangigen Gäste und deren Partner. Die ließen sich nicht lumpen, hatten etliche Geschenke dabei, verewigten sich im Gästebuch der Feuerwehr und posierten zum Gruppenfoto. „Soviel hochrangige Feuerwehrprominenz aus ganz Deutschland in unserem Dorf – das ist schon einmalig“, staunte Jugendfeuerwehrwart Stefan Runge. Die Jugendfeuerwehr Oevenum hat 26 Mitglieder zwischen 6 und 18 Jahren. Novum: Auf den nordfriesischen Inseln dürfen die Kinder bereits ab 6 Jahren mitmachen, im Rest der Republik ab 10. „Das hat traditionelle Gründe“, so Inseljugendwart Nils Twardziok. „Als die Männer früher auf See zum Walfang waren, mussten die Kinder den Frauen beim Brandschutz helfen.“ Heute liegen die Schwerpunkte der Jugendfeuerwehrarbeit neben der technischen Grundausbildung in erster Linie auf jugendpflegerischen Maßnahmen.
Text / Foto: Bauer/LFV


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