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Aktuelle Mitteilungen

27.12.2007

Warnung vor unsachgemäßen Umgang mit Böllern

Kiel - Durch unsachgemäßen Umgang, Leichtfertigkeit und falsche Gefahreneinschätzung beim Umgang mit Feuerwerkskörpern, ereignen sich jedes Jahr nicht nur zahlreiche Brände, sondern oftmals ist auch menschliches Leid zu beklagen. Besonders verursachen so genannte "Polenböller"/ illegale Pyrotechnik vermehrt lebensgefährliche Verletzungen.

Gemeinsam geben der Landesfeuerwehrverband (LFVSH) und das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein (LKA) folgende Sicherheitshinweise zu Silvester und bitten um Beachtung:

- auf die Anordnungen der örtlichen Ordnungsbehörde achten
- keine Feuerwerkskörper in Kinderhand
- Feuerwerkskörper der Kategorie II dürfen erst an Personen ab 18 Jahre abgegeben werden
- Gebrauchshinweise aufmerksam lesen und beachten
- Nur von der BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) geprüfte und zugelassene pyrotechnische Gegenstände kaufen und zünden
- Feuerwerkskörper nur im "Freien" zünden und mindestens 200 Meter Abstand von Häusern mit Weichbedachung (Reetdachhäuser) oder Anlagen, die besonders brandempfindlich sind
- "Blindgänger" nie erneut zünden
- nach dem Sprengstoffgesetz und der Sprengstoffverordnung ist es verboten, Feuerwerkskörper in der unmittelbaren Nähe von zum Beispiel Kirchen, Krankenhäusern und Kinder- und Altersheimen abzubrennen
- gezündete Feuerwerkskörper nicht in die Nähe von Mensch und Tier werfen
- beim Verlassen der Wohnung sämtliche Fenster (auch das Dachfenster) und Türen schließen, damit verirrte Feuerwerkskörper nicht in die Räume fliegen können
- Raketen nur aus einer standsicheren Flasche oder Rohr senkrecht in die Höhe starten
- bei starkem Wind sollte auf das zünden von Raketen verzichtet werden
- für den Notfall ein geeignetes Löschmittel bereithalten (Feuerlöscher oder Eimer mit Wasser)

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einem Feuer oder Unfall gekommen sein, bitte umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren.

Aber auch illegale Pyrotechnik - darunter versteht man insbesondere so genannte "Polenböller" - ist sehr gefährlich und zum Jahreswechsel hoch aktuell. Sie ist nicht genormt und kontrolliert hergestellt worden. Alles was in Deutschland zu Silvester frei verkäuflich ist, wurde durch die BAM Berlin geprüft und zugelassen.

In dem Zusammenhang warnen Polizei und Feuerwehr vor der Verwendung dieser illegalen Böller, da diese handhabungsunsicher sind und kein genormtes Abbrandverhalten haben. Die Sprengkraft eines Böllers reicht aus, um einer Person lebensgefährliche oder tödliche Verletzungen zuzufügen. Illegale Böller erkennt man daran, dass das Zulassungszeichen der BAM fehlt.

Die Gefahr des Unfalls ist quasi vorprogrammiert. Die Wirkung ist so enorm, dass Personen in der Umgebung konkret gefährdet sind. Die Böller werden im südlichen Europa, im Osten und in Fernost hergestellt und gelangen auf dem Frachtwege nach Deutschland oder in Nachbarländer.

Hinweise über Besitzer oder Händler nicht zugelassener Böller sind über die Servicenummer 110 an die Polizei zu richten.

Ihre Rückfragen richten Sie bitte an:
Werner Stöwer, LFVSH, Telefon 0177 - 22 45 444
Kai Schlotfeldt, LKA, Telefon 0170 – 33 80 664

LFVSH-PR: 102





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