• Newsletter des LFV
  • Logo deutscher Feuerwehrverband
  • Logo Jugendfeuerwehr
  • Logo Jugendfeuerwehrzentrum
  • Logo Psychosoziale Notfallversorgung Schleswig Holstein

Besuchen Sie auch unsere Partner:

HFUK Nord

RSS-Feed

RSS-Feed abbonieren

Newsletter

Newsletter abbonieren

Aktuelle Mitteilungen

13.02.2008

Erfolgreicher Kongress zur Feuerwehr der Zukunft

BERLIN. „Mut zur Zukunft“ – unter diesem Motto haben sich mehr als 200 Feuerwehrangehörige von der Jugendwartin über den Kreisausbilder bis hin zum Landesverbandsvorsitzenden am vergangenen Wochenende zwei Tage lang in Berlin mit der zukunftsfähigen Feuerwehr beschäftigt. Zum Auftakt des Kongresses des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) gab es mehrere Impulsreferate zu Organisationsentwicklung, Engagementförderung und dem Blick über den Tellerrand.

„Ich wünsche mir, dass das hier entwickelte Zukunftsprogramm auf breiter Basis angenommen wird, und Handlungsempfehlungen auch in der Praxis umgesetzt werden“, erklärte DFV-Präsident Hans-Peter Kröger zum Abschluss.
Staatssekretärin Professor Dr. Christiane Dienel bescheinigte der Feuerwehr „eine hohe Haltekraft vor allem im ländlichen Raum. Die Modernisierung des freiwilligen Engagements muss die Antwort auf die Suche nach zeitgemäßer Traditionalität sein“, erklärte die Staatssekretärin des Sozialministeriums Sachsen-Anhalt. Insge-samt beeinflusse der soziale Wandel die Zukunft des Ehrenamtes stärker als der demographische Wandel.

Professor Dr. Wolf R. Dombrowsky äußerte sich zum Bestandserhalt sozialer Or-ganisationen: „Nichts ist ewig. Menschen wollen jedoch einmal erfolgreiche Lösun-gen auf Dauer behalten und verwenden irgendwann so viel Kraft auf dieses Ziel, dass sie Einflüsse von außen nicht mehr bemerken.“ Auf der Funktionsebene sei die Feuerwehr mit einem Weltunternehmen zu vergleichen, auf der Organisations-ebene allerdings ein zur Bewegungslosigkeit gezwungener Riese, legte der Leiter der Katastrophenschutzforschungsstelle der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel seine Einschätzung dar.

Zum Engagement Jugendlicher in der Feuerwehr erklärte Professor Dr. Richard Münchmeier von der Freien Universität Berlin (Bereich Erziehungswissenschaften und Psychologie): „Egoismus und Altruismus sind keine Gegensätze, sondern er-gänzen sich. Moderne Jugendverbandsarbeit muss auch diesen scheinbaren Wi-derspruch bei ihrem Angebot berücksichtigen und wird dann weiter Jugendliche gewinnen.“

Den Blick über den Tellerrand in die benachbarten Niederlande lieferte Ben Jan-sen, Kommandant der Feuerwehr Renkum (NL). Er hob besonders zwei Aspekte des holländischen Feuerwehrwesens der Zukunft hervor: Den Trend zur Speziali-sierung („Der Feuerwehrmann, der alles kann, ist Geschichte“) sowie die Zusam-menlegung von Feuerwehren. „Es ist wichtig, dass hierbei die ehrenamtlichen Mit-glieder die Identität ihrer Feuerwehr und den Bezug zum Wohnort bewahren kön-nen“, erklärte Jansen.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen Workshops, in denen über die Aspekte „Menschen gewinnen und halten“, „Zukunftsfähige Strukturen und Technik“ sowie „Wege und Ziele der Verbandsarbeit“ diskutiert wurde. Durch Großgruppen-Moderation wurden hier eine übersichtliche Gesprächsführung und die Einbindung aller interessierten Personen gewährleistet. Des Weiteren boten Gesprächsrunden den Teilnehmenden Einblick in die Erwartungen von Verbänden sowie der öffentli-chen Hand.

Derzeit werden die Ergebnisse des Kongresses ausgewertet; eine erste Zusam-menfassung soll im Laufe der 12. Kalenderwoche unter www.dfv.org online zur Verfügung gestellt werden.

Aus Schleswig-Holstein nahmen am Zukunftskongress teil: KBM Walter Behrens (Sl-Fl), KBM Gerd Riemann (OD), Ministerialrat Hans Schönherr (IM), HFUK-Direktor Lutz Kettenbeil, Jugendreferent Holger Bauer (LFV SH), K-JFW Sebastian Sahling (SE), HBM Albert Iken (OD), HBM Joachim Seyferth (SE), Pressewart Helge Kudenholdt (PI), Marcus Pott (LFS SH)


[Gesamtansicht] · [drucken] · [top]