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Aktuelle Mitteilungen

14.04.2008

Jugendfeuerwehren ziehen positive Bilanz

„Die Jugendfeuerwehren in Schleswig-Holstein boomen weiter. Nach einem leichten Einbruch der Mitgliederzahlen im Vorjahr steigerte die Nachwuchsorganisation der Feuerwehr ihre Zahlen zum Ende des Jahres 2007 auf 9429 (Vorjahr 9407) Mitglieder, darunter 2195 (2250) Mädchen und 7234 (7157) Jungen“, sagte Landes-Jugendfeuerwehrwart Hauke Ohland (Eckernförde). „In die Einsatzabteilungen der Feuerwehren wechselten 718 Jugendliche und leisteten damit einen wertvollen Beitrag zur Bekämpfung der Personalknappheit in den Wehren . Mit vier (sechs) Neugründungen wuchs die Zahl der Jugendfeuerwehren auf 407“, sagte Ohland am Samstag (12. April) auf der Landesversammlung der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren im „Hansa-Park“ in Sierksdorf (Ostholstein) vor 160 Delegierten und Gästen.

Lobende Worte für die Jugendfeuerwehren hatte Jugendministerin Dr. Gitta Trauernicht mitgebracht. Sie sei besonders erfreut darüber, dass die einstige Jungendomäne ihren Mädchenanteil auf über 20 Prozent steigern konnte. Dennoch sah die Ministerin noch Potenzial: „Ohne Frauen keine Zukunft“, sagte sie und warb für mehr Frauenpower in den Feuerwehren – auch in Leitungsfunktionen. „Frauen haben Gemeinschaftssinn, technisches Verständnis und eine gesunde Neugier“, so die Ministerin. Die Ministerin macht es anderen Frauen vor: Sie erklärte sich bereit, an einem der vier geplanten „Mitmachtage“ auf der Landesgartenschau in Schleswig in einen Feuerwehrschutzanzug zu schlüpfen und einen echten Löschangriff mitzumachen.

Um weiter kräftig die Werbetrommel für die Jugendwehren rühren zu können, hatte Innenstaatssekretär Ulrich Lorenz einen Bewilligungsbescheid über 10.000 Euro mitgebracht. Vorrangig soll mit diesem Geld ein weiterer Baustein der Werbekampagne umgesetzt werden. „Rund 30 Prozent der Bevölkerung sind noch bereit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Sie müssen nur professionell angesprochen werden“, so Lorenz. Außerdem regte Lorenz an, dass Jugendliche aus den Jugendfeuerwehren ihre Eltern zu „Schnupperdiensten“ mitnehmen um diese so eventuell für den Feuerwehrdienst zu begeistern.

Eine positive Bilanz wurde zur landesweiten Werbe- und Imagekampagne zur Mitgliederwerbung für die Jugendfeuerwehren und Freiwilligen Feuerwehren gezogen. Durch die so genannten „Mitmachtage“ gelang es, die Mitgliederzahlen zu halten und teilweise zu steigern. Die Kampagne sorgt wegen ihrer Einmaligkeit und ihres Erfolges inzwischen bundesweit für Schlagzeilen. Präsentiert wurde auch der neue Feuerwehr-Werbefilm, der dieser Tage an alle Feuerwehren und Jugendfeuerwehren des Landes verteilt wird und der regional zur Mitgliederwerbung eingesetzt werden soll. Der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag hat auf der Grundlage der Kampagne das Jahr 2008 zum „Kommunalen Jahr der Feuerwehren“ ausgerufen.

„In den Jugendfeuerwehren wird qualifizierter Nachwuchs für die Einsatzabteilungen ausgebildet. Die Sicherung einer ausreichenden Einsatzstärke in den aktiven Feuerwehren wird fast ausschließlich von den Jugendfeuerwehren gewährleistet“, berichtete der Landes-Jugendfeuerwehrwart. Im Berichtsjahr wurden 577 Jungen und 141 Mädchen als vollwertige Mitglieder in die Freiwilligen Feuerwehren übernommen. Von den 92.536 (Vorjahr 88.323) Gruppenstunden galten 47.881 (45.204) der allgemeinen Jugendarbeit (Umweltschutzaktionen, soziale Projekte, Freizeiten) und 44.655 (43.119) der feuerwehrtechnischen Ausbildung.

Die Jugendfeuerwehr Heide war bei der „Aktion Sportabzeichen“ der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord am erfolgreichsten und wurde vom Geschäftsführer Lutz Kettenbeil ausgezeichnet.

Für besondere Verdienste wurde zweimal die Leistungsspange in Bronze der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehren vergeben. Die beiden Geehrten, Peter Schütt und Jörg Schlüter, haben sich für den Ausbau und Betrieb der verbandseigenen Bildungsstätte „Jugendfeuerwehrzentrum“ in Rendsburg eingesetzt. Schütt fungiert als Geschäftsführer der Einrichtung. Jörg Schlüter bekleidet die Verwaltungsleitung des Hauses.

Text / Foto: Bauer


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