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Aktuelle Mitteilungen

21.08.2008

Unfälle im Feuerwehrdienst nehmen zu

KIEL (HFUK Nord) Nachdem die Zahl der zu entschädigenden Versicherungsfälle im Jahr 2007 leicht zurückgegangen war, musste die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse Nord (HFUK Nord) steigende Unfallzahlen im ersten Halbjahr 2008 registrieren. Mit angezeigten 1.002 Versicherungsfällen wurde die Spitze eines Vergleichszeitraums von fünf Jahren erreicht. Damit bleibt der Feuerwehrdienst risikoreich und gefahrvoll.

Die Unfälle im Feuerwehrdienst entwickeln sich gegen den bundesweiten Trend bei den Arbeitsunfällen, so das Resümee von Lutz Kettenbeil, Geschäftsführer der HFUK Nord, in Kiel. Bei Brandbekämpfung und Technischer Hilfeleistung kam es im ersten Halbjahr 2008 zu 180 Unfällen. Weitere 280 Unfälle gingen auf das Konto „Übungs- und Schulungsdienst“ und 129 Unfälle ereigneten sich beim Dienstsport. Fast zwei Drittel aller Unfälle im Einsatzdienst, nämlich knapp 65 %, treffen die Hände, die Knie und die Füße.

Bezogen auf die statistische Größe „Vollarbeiter“ läge der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr bei schweren Unfällen und Todesfällen an der Spitze. Erfreulicherweise habe sich in den vergangenen 18 Monaten kein tödlicher Unfall ereignet, führte Kettenbeil weiter aus. Ein Geschäftsjahr ohne schwerstverletzte oder gar tote Einsatzkräfte ist nicht die Regel. Vielmehr belegen langjährige Unfallzahlen der Spitzenverbände, dass der Einsatzdienst in den Freiwilligen Feuer¬wehren zu den gefahrvollsten überhaupt zählt. Allein im Jahr 2005 wurden bundesweit 17 Todesfälle im Bereich Feuerwehr/Hilfeleistung gezählt. Auch im Geschäftsgebiet der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord muss statistisch gesehen pro Jahr leider immer mit ein oder zwei Toten gerechnet werden.
Dieser bedauerlichen Tatsache arbeitet die Feuerwehr-Unfallkasse mit einer maßgeschneiderten Prävention entgegen. Sie beaufsichtigt, berät und schult die Feuerwehrleute wie auch die Verantwortlichen in den Städten und Gemeinden, die Träger des Brandschutzes und damit der Feuerwehren sind.
Insofern achtet die Feuerwehr-Unfallkasse beispielsweise auf eine optimale persönliche Schutzausrüstung (PSA) für alle Feuerwehrangehörigen. „Wenn wir schon nicht die gefährli¬chen Situationen minimieren können, müssen wir eine ausreichende Schutzausrüstung definieren und fordern“, meint Geschäftsführer Lutz Kettenbeil.

Ziel der Feuerwehr-Unfallkasse sei es, dass alle Feuerwehrangehörigen ihren Beruf im Zivilleben auch nach einem Unfall weiter ausüben können. Deshalb gelte der Grundsatz: Prävention vor Rehabilitation. So habe die Kasse im vergangenen Jahr für alle Atemschutzübungsstrecken im Geschäftsgebiet so genannte Laien-Defibrillatoren angeschafft. Seit mehreren Jahren ist die Kasse Motor für die körperliche Fitness im Feuerwehrdienst. Mit der Aktion „Fit For Fire“ hat sie schon mehrere tausend Feuerwehrangehörige in Bewegung gebracht.

Die Gesamtausgaben der HFUK Nord liegen per 30.06.08 bei 3.012.447,04 € und damit um rund 180.000 € höher als im Vorjahr. Ihre Mittel erhält die Hanseatische Feuerwehr-Unfallkasse von den Städten und Gemeinden des Geschäftsgebietes. Weiter erhält sie Zuwendungen von den Ländern und den Feuerversicherern Provinzial Nord Brandkasse AG und Hamburger Feuerkasse. Nach eigenen Angaben ist die Kasse solide finanziert. Seit nunmehr sechs Jahren wird eine unveränderte Umlage von den Kostenträgern erhoben.

Das Geschäftsgebiet der Hanseatischen Feuerwehr-Unfallkasse Nord umfasst die Bundesländer Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Mehr als 110.000 Feuerwehrangehörige sind bei der HFUK Nord unfallversichert.


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