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Aktuelle Mitteilungen

04.11.2008

Hauptthema: Führungsstil in der Feuerwehr

Kreis- und Stadtwehrführer und Amtsleiter der Berufsfeuerwehren tagten in Harrislee

HARRISLEE. Die Tagesordnung ließ Interessantes erwarten - und die Teilnehmer wurden nicht enttäuscht: Zur jährlichen Tagung der Kreis- und Stadtwehrführer, der Amtsleiter der Berufsfeuerwehren sowie deren Stellvertreter hatte das Innenministerium am vergangenen Wochenende in die Landesfeuerwehrschule eingeladen.
Am Freitag befassten sich die Führungskräfte des Landes - beginnend mit einem Einführungsreferat von Ministerialrat Hans Schönherr - mit modernen Führungsstilen in der Feuerwehr. Sie mussten sich von zwei hochrangigen Referenten die Frage stellen lassen, ob der
herkömmliche Führungsstil noch zeitgemäß sei. Oberst i.G. Siegfried Morbe, stellvertretender
Kommandeur und Chef des Stabes des Zentrums Innere Führung der Bundeswehr, beleuchtete moderne Führungselemente am Beispiel der Bundeswehr und stellte eindrucksvoll und mitreißend die Elemente moderner Führung vor, die nichts mehr mit "Ein- und Austritt ist freiwillig - der Rest ist Pflicht" gemein haben. Karin Parkhof vom Siemens Business Service kam zum selben Schluß - auch wenn sie moderne Führung am Beispiel der Industrie deutlich machte. "Freiwillige bringen Zeit und Engagement ein, und sie erwarten dafür eine zeitgemässe Führung. Zeitgemässe Führung legitimiert sich in der Wertschätzung für den Geführten", so eine der Kernaussagen. "Referenten, die Lust auf mehr machten", war dann auch das einhellige Urteil der Teilnehmer am Ende der Tagung.

Traditionell gehört der Freitagabend auch den "Ehemaligen", die dann zum gemeinsamen "Abendessen" in die LFS kamen. Anregende Fachgespräche und persönlicher Gedankenaustausch bis tief in die Nacht hinein beendetenden den ersten Tag.

Am Samstag ging es zunächst um die künftige Auswertung der Daten, die nunmehr durch die landesweit im Einsatz befindlichen Verwaltungssoftware möglich sein wird . Schulleiter Gerhard Brüggemann verdeutlichte anschließend den hohen Wert der Kreisausbilder und plädierte dafür, gerade diese Kameraden sehr sorgfältig auszusuchen. Denn sie seien es, die die Qualität der Ausbildung sicherstellen. Er betonte, dass eine landesweit einheitliche Ausbildung in Zukunft wichtiger denn je sei, um den Herausforderungen durch schwindende Mitgliederzahlen und die dadurch bedingte engere Zusammenarbeit der Feuerwehren begegnen zu können

Besonders erfreut zeigte sich das Plenum vom Besuch des Staatssekretärs im Innenministerium, Ulrich Lorenz. Dieser stellte sich zunächst den Fragen, die das Thema "Handlungskonzept" aufwirft. Dieses wurde im Rahmen der letztjährigen Tagung auf den Weg gebracht und soll bis ca. 2012 Antworten und Taten auf viele Fragen bezüglich der Zukunft des Feuerwehrwesens bringen. Daneben ging es auch wieder um das Thema Digitalfunk. Bis 2010, so Lorenz, solle das Netz im Lande stehen, und es könne ein Probebetrieb starten. Eine klare Aussage kam auch zum Thema "Feuerwehr-Führerschein". Dieser sei offensichtlich mit EU-recht nicht vereinbar und daher aller Voraussicht nach nicht realisierbar. "Stattdessen müssen die Kommunen ermuntert werden, rechtzeitig in den Erwerb von Führerscheinen zu investieren", sagte Lorenz. (bau).


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