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Aktuelle Mitteilungen

16.06.2009

Feuerwehr-Bus geht auf Reisen

KIEL. Er ist knallrot, sieht fast aus wie ein echtes Feuerwehrauto, hat aber 55 Sitzplätze und ist 18 Meter lang: Ein neuer Gelenkbus des Busunternehmens Autokraft macht ab sofort drei Jahre lang Werbung für die Freiwillige Feuerwehr. Dank eines Sponsorings der Autokraft und finanzieller Unterstützung des Innenministeriums Schleswig-Holstein konnte das Projekt der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr im Rahmen der Image- und Werbekampagne umgesetzt werden. Beklebt mit entsprechenden Folien und prägnanten Slogans wird der Bus ab sofort um neue Mitglieder in den Einsatz- oder Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren werben.

Die demografische Entwicklung, stärkere Anforderungen im Berufsleben und die Vielfalt an Freizeitbeschäftigungen begünstigen den schleichenden Mitgliederschwund in den Einsatz- und Jugendabteilungen. Diesem tritt der Landesfeuerwehrverband bereits seit drei Jahren mit einer konzentrierten professionellen Werbekampagne entgegen, die sich am modernen Marketing orientiert. Der Verband wird dabei von einer entsprechenden Agentur fachlich unterstützt.

Erste kleine Erfolge sind sichtbar. Erstmals seit 12 Jahren sind die Mitgliederzahlen in den Einsatzabteilungen im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Und auch die Jugendfeuerwehren verzeichnen nach einem leichten Eindruck wieder mehr Zulauf.

Daher gilt es jetzt, in den Bemühungen nicht nachzulassen. „Auch die Feuerwehr musste lernen, sich mit modernem Marketing besser zu verkaufen“, sagt Landesbrandmeister Detlef Radtke. „Da passt eine solche Aktion mit dem Feuerwehrbus hervorragend ins Konzept.“ Und auch Innenminister Lothar Hay gefällt die neue Werbeidee: „Die Feuerwehren im Lande sind eine unverzichtbare Stütze der zivilen Gefahrenabwehr. Wir dürfen nichts unversucht lassen, um Begeisterung für die Arbeit in den Feuerwehren zu wecken.“ Eine Aussage, die auch Autokraft-Geschäftsführer Arne Voß nur unterstreichen kann: „Und darüber hinaus geben die Jugendfeuerwehren den jungen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung und vermitteln, dass es lohnenswert ist, sich für die Gesellschaft einzusetzen. Daher unterstützt die Autokraft das Projekt gerne.“

Innenminister Hay taufte den Bus vor dem Landeshaus in Kiel im Beisein etlicher Gäste auf den Namen „Florian I“. „In der Hoffnung, dass es bald auch „Florian II“ gibt“, scherzte der Minister. Dieser Wunsch scheint aber so abwegig nicht zu sein: Autokraft-Geschäftsführer Arne Voß kündigte an, einen zweiten Bus zur Verfügung stellen zu wollen, der dann im Bereich Flensburg, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg fahren wird. Die Frage der Finanzierung ist auf einem guten Weg. Auch die Idee eines Miniaturbusses im Maßstab 1:87 soll intensiv verfolgt werden.

Der Landesfeuerwehrverband habe erkannt, dass man auch neue Wege gehen muss, um neue Mitglieder zu finden, lobte Innenminister Lothar Hay. Der Feuerwehr-Bus sei eine hervorragende Werbeidee. Sie spreche besonders junge Leute an.

Der Autokraft Bus, Marke Mercedes-Benz Citaro, fährt ab sofort im Linienverkehr überwiegend in der Schülerbeförderung im Kreis Segeberg, aber auch in den kreisübergreifenden Linien nach Ostholstein, Stormarn und Herzogtum Lauenburg. Darüber hinaus steht er dem Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein für Veranstaltungen zur Verfügung. So wird er beispielsweise auch „Eyecatcher“auf der nächsten NORLA in Rendsburg sein.
Text / Fotos: Holger Bauer/LFV


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