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17.01.2012
Landesfeuerwehrverband beim 3. Städtekongress

- © LFV SH
Der Städteverband Schleswig-Holstein hat am vergangenen Freitag in Lübeck-Travemünde unter dem Motto „Stadt und Staat 2020“ seinen 3. Städtekongress veranstaltet. Neben der Präsentation der Positionen, Erwartungen und Forderungen an den im Jahr 2012 neu zu wählenden Schleswig-Holsteinischen Landtag und die neu zu bildende Landesregierung haben in einer Diskussionsrunde die Spitzenkandidaten um das Amt des Ministerpräsidenten, Jost de Jager (CDU) und Torsten Albig (SPD) zu wichtigen kommunalpolitischen Themen Stellung bezogen.
Erstmals beteiligte sich auch der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein mit einem Infostand an der Veranstaltung. Viele Bürgermeister nutzten dabei die Möglichkeit, um sich u.a. über Image- und Nachwuchswerbemöglichkeiten für ihre Feuerwehren zu informieren. Zudem stellten sich Minister Jost de Jager und Oberbürgermeister Torsten Albig am LFV-Stand hinter die Sache der Feuerwehren. „Politik ist gefordert, gute Rahmenbedingungen für die Arbeit in den Einsatz- und Jugendabteilungen zu schaffen“, sagte der CDU-Kandidat Jost de Jager und schob als Beispiel die Schaffung des „Feuerwehr-Führerscheins“ nach. Nachwuchswerbung geschehe schon jetzt sehr aktiv und müsse weiter entwickelt und landesweit forciert werden. „Denn eine Feuerwehr-Versorgung ohne Freiwillige ist nicht denkbar“, so der Wirtschaftsminister.
„Mit jeder Faser meines Herzens stehe ich hinter dieser hervorragenden ehrenamtlichen Organisation“, sagte Torsten Albig und verwies auf seine Zeit als Feuerwehrdezernent der Stadt Kiel. Ehrenamtliche Feuerwehrleute und Jugendfeuerwehren bilden eine zentrale Struktur des Landes. „Damit schaffen Sie die Voraussetzung für eine starke Gesellschaft“, sagte Albig und versprach, dieses auch bei jeder Diskussion immer wieder zu betonen.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verabschiedung einer „Lübecker Erklärung“. In seiner Rede zur Verabschiedung dieser hob der Vorsitzende des Städteverbandes, Norderstedts Oberbürgermeister Hans-Joachim Grote, hervor: „Das Land Schleswig-Holstein ist nur so stark wie seine Kommunen und auf starke Städte angewiesen, in denen die Mehrheit der Menschen in Schleswig-Holstein leben.“ Er appellierte an die Bundes- und Landespolitik: „Räumen Sie den Städten und ihrer Selbstverwaltung mehr Freiheiten ein, stärken Sie die Beratungsfunktion der kommunalen Landesverbände und lassen Sie uns gemeinsam im Dialog den richtigen Weg suchen und Kompromisse finden.“
Als wichtige Herausforderungen für die Zukunft verwies Hans-Joachim Grote darauf, die kommunale Selbstverwaltung als Fundament der Demokratie zu stärken, die angemessene Finanzausstattung der Kommunen zu sichern und die technische und soziale Infrastruktur und die Bedingungen des demographischen Wandels nachhaltig zu entwickeln.
„Wir müssen in die Lage versetzt werden, das von Politik und Gesellschaft geforderte Leistungsangebot auch zu erfüllen“, so Grote abschließend.(bau).






