Lübeck – An ausgewählten Grenzübergängen am ehemaligen Eisernen Vorhang fand am 1. August 2009, die Kunstaktion „Regenbogen 2009“ statt. Dabei verbanden Feuerwehren anlässlich des 20 Jahre zurück liegenden Mauerfalls die einst durch die Grenze getrennten Seiten mittels Wasserstrahl aus Löschschläuchen, wobei durch Sonnenstrahlen Regenbögen entstanden.
An 23 Orten zwischen der Lübecker Bucht, in Österreich, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarn sowie Slowenien bis an die Adria, waren Feuerwehrangehörige über Grenzen hinweg in die Aktion eingebunden.
Den nördlichsten Punkt dieser 3.000 km langen Strecke bildet die ehemalige Grenzübergangsstelle zwischen Lübeck-Schlutup und Selmsdorf (Mecklenburger Strasse). Die benachbarten Freiwilligen Feuerwehren aus Lübeck-Schlutup und Selmsdorf errichteten auf der Freifläche vor der ehemaligen Grenzübergangsstelle eine Wasserkuppel. „Die Feuerwehr kennt keine Grenzen. Mit dieser Aktion soll der Völker verbindende Gedanke dokumentiert werden“, sagte Landesbrandmeister Detlef Radtke".
Wie vor zehn Jahren wurde die Aktion wieder durch den Künstler Alois Öllinger initiiert. Weitere Informationen gibt es auf der Seite des Künstlers unter www.alois-oellinger.de.
Fotos
Grenzfrei: Am ehemaligen Grenzübergang in Lübeck-Selmsdorf trafen sich Landesbrandmeister Detlef Radtke (2.von rechts), Udo Gutsche (links daneben), ehemaliger Gemeindewehrführer von Selmsdorf sowie der stellvertretende Lübecker Stadtwehrführer Walter Gaul (von links) Schlutups Wehrführer Christian Kröger und Selmsdorf Wehrführer Daniel Zabel.
Kein Regebogen: In dieser Wasserkuppel hätte zum Gedenken an den Mauerfall eigentlich ein Regenbogen erscheinen sollen – leider war die Sonne hinter den Wolken verschwunden.
Text: LFVSH-wst; Fotos: R. Lüdtke
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