Feuerwehren aus Schleswig-Holstein helfen in Mecklenburg-Vorpommern

Dienstag, 02. Juli 2019

Auf Grund der ausgedehnten Waldbrände im Bereich Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim, Mecklenburg-Vorpommern) hat das Land Mecklenburg-Vorpommern heute Morgen ein Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein für bodengebundene Brandbekämpfungseinheiten gestellt. 

Hierauf ist das Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration an den Kreis Herzogtum Lauenburg als direkten Nachbarkreis des betroffenen Landkreises herangetreten und es wurde eine Feuerwehrbereitschaft mit dem Schwerpunkt Wassertransport entsandt. Die Einheit besteht aus elf Tanklöschfahrzeugen, einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, zwei Einsatzleitwagen 1/ Mehrzweckfahrzeugen, einer Führungsgruppe, einer Logistikgruppe sowie einem Notfall-KTW. Die rund 100köpfige Einheit ist heute Vormittag im Bereitstellungsraum in Lübtheen eingetroffen und wird einem Einsatzgebiet zugeordnet.

Die Einsatzdauer der Einheit wird voraussichtlich ca. 48 Stunden betragen. Sofern danach weiterer Bedarf an Kräften besteht, wird durch andere Bereitschaften abgelöst.

Landesbrandmeister Frank Homrich dankt den überwiegen ehrenamtlichen Einsatzkräften der Feuerwehren für die Bereitschaft, bei den Nachbarn in Mecklenburg-Vorpommern zu helfen. „Das zeigt wieder einmal, dass wir eine große Feuerwehrfamilie sind, die vor keiner Grenze halt macht”, so Homrich. Ein besonderes Dankeschön geht nicht nur an die Ehe- und Lebenspartner der Einsatzkräfte, sondern auch an deren Arbeitgeber, die die Ehrenamtler so kurzfristig und problemlos freigestellt haben.

Angesichts der drohenden Gefahren durch Feuer und munitionsbelastete Waldflächen mahnt der Landesbrandmeister zu besonderer Vorsicht: „Passt gut auf Euch auf und kommt alle gesund wieder!”

Diverse Feuerwehren haben sich bereits gemeldet und wollen in Mecklenburg-Vorpommern unterstützen. Das ist zwar löblich, aber es wird dringend gebeten, von eigenmächtigen Fahrten ins Einsatzgebiet und Aktionen abzusehen. Sollten weitere Kräfte benötigt werden, so erfolgt dieses über formelle Hilfeleistungsersuchen an das Land Schleswig-Holstein (Foto:tja)